Demokratischer Erziehungsstil

Erziehungsstile sind so alt wie die Menschheit - aber sie wurden und werden noch heute oft unbewusst angewendet.
Bekannte Pädagogen wie Pestalozzi oder der Erfinder des Kindergartens, Friedrich Fröbel, waren mit die Ersten, die über dieses Thema Veröffentlichungen erarbeiteten und die Vor-und Nachteile der verschiedenen Erziehungsstile aufzeigten, so auch die des demokratischen Erziehungsstils.

Die Merkmale

Der demokratische Erziehungsstil unterscheidet sich vor allem vom autoritären Erziehungsstil, der hauptsächlich mit Vorgaben, Verboten und Strafen arbeitet. Wie der Begriff "Demokratie" verrät, soll hier ein "zusammen" und "miteinander" propagiert werden. Er zeichnet sich durch eine hohe, vor allem auch durch den zu Erziehenden gut durchschaubare Transparenz aus. Da es sich bei der Erziehung meist um Kinder dreht, die von Erwachsenen erzogen werden, ist es oft üblich, den "Bonus" des Älteren, Größeren, als Überlegenheit darzustellen. Das soll hier bewusst vermieden werden. Das Kind wird als ernster Gesprächspartner angesehen, und dazu ermuntert, seine Meinung zu äußern und dadurch schnell selbstständig zu werden. Verbote und notwendige Grenzen werden besprochen und dürfen vom Kind hinterfragt werden. Der Erwachsene ist dazu bereit, seine aufgestellten Regeln zu begründen.

Die Vor- und Nachteile

Die Vor-und Nachteile sollten auch hier gründlich gegeneinander abgewogen werden. Die Vorteile liegen darin, dass das Kind oft schneller selbständiges Denken und Handeln erlernt, früher bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, oder durch die Kommunikation mit den Erwachsenen deren Tun besser versteht. Verbote und Regeln sind besser zu verstehen, wenn der Sinn dafür erklärt wurde.
Jedoch besteht die Gefahr endloser Diskussionen, einer gewissen Respektlosigkeit oder Nichtanerkennung von Autoritäten, was dann auch außerhalb des Elternhauses, z.B. in der Schule zu Schwierigkeiten führen kann. Auch verlangt diese Art der Erziehung von den Erwachsenen große Geduld und einen erheblich höheren Zeitaufwand, wenn aufgestellte Regeln nicht widerspruchslos hingenommen werden.

Wie bei allen existenten Erziehungsmethoden sollten immer Verständnis mit Konsequenz gepaart sein, und sich sowohl Eltern auf Kinder verlassen können, wie auch umgekehrt. Blinder Gehorsam schadet genauso, wie regellose Erziehung, die dem Kind eine Eigenverantwortung aufbürdet, die es (noch) nicht tragen kann. Im besten Fall wird eine Mischung der Erziehungsmethoden angewendet.

 

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